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Wie geht es mit der Wirtschaft weiter?

Beitragvon reign2503 » Montag 27. Oktober 2008, 13:44

Vor Kriegsverhältnisse oder nicht.
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Re: Wie geht es mit der Wirtschaft weiter?

Beitragvon Javascript » Montag 27. Oktober 2008, 14:33

Mir fehlt die Antwort: Wir befinden uns bereits in einer Wirtschaftskrise.

Wie ich schon einmal schrieb, es sind lange nicht mehr nur die Banken, die am Ruin stehen. Sogar große Firmen wie Daimler und BMW stellen aktuell auf Supersparflamme und produzieren vorerst nicht weiter. Etliche Minusstunden, Zwangsurlaub und Ausstellungen sind die Folge. Die Krise verdichtet sich zunehmend, die Börsen rauschen immer tiefer. Rezession in vollem Gange! Es sieht aktuell schlimm für uns aus. Muss man leider so sagen.

Wir waren vor kurzem mal am überlegen bei der Kaupthing Edge (Isländische Bank) Geld anzulegen. Jetzt kommen "Ausserisländische" Kunden nicht mehr an ihr Geld! Gott sei Dank, das wir das nicht getan haben.

Das witzige ist ja: Die IG Metall fordert aktuell 8% mehr Gehalt. Wie soll ich mir das vorstellen? Denkbar ungünstiger Zeitpunkt für ein derartes Vorhaben. Die Industrie ist/wäre gerade sogar froh über Streiks.
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Re: Wie geht es mit der Wirtschaft weiter?

Beitragvon Javascript » Samstag 13. Dezember 2008, 16:24

Neuste Prognose. über 4 Millionen Arbeitslose in 2009. Na wundervoll... stupid
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Re: Wie geht es mit der Wirtschaft weiter?

Beitragvon Morpheus2082 » Montag 23. Februar 2009, 17:52

Europa am Abgrund
Michael Grandt
Europas Industrieproduktion bricht dramatisch ein. Aber anstatt sich gegenseitig zu unterstützen, ist die EU-Kommission zerstritten. Nun droht ein Desaster.

Die Industrieproduktion in der gesamten EU ist stärker eingebrochen als erwartet. Der Rückgang im Dezember 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat betrug in Prozent:

Spanien: - 19,6

Schweden: - 18,4

Slowakei: - 16,7

Italien: - 14,3

Deutschland: - 12,4

Irland: - 12,3

Portugal: - 11,7

Tschechien: - 10,8

Frankreich: - 10,7

Niederlande: - 9,5

Großbritannien: - 8,8

Polen: - 7,7

(Quelle: epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page)

Die Euro-Zone erzielte zudem im Jahr 2008 ein Handelsbilanzdefizit von 32,1 Milliarden und die EU27 verzeichnete sogar ein Defizit von 241,3 Milliarden Euro.

Das größte Minus verbuchte dabei Großbritannien (- 111,7 Mrd.), gefolgt von Spanien (- 84,2 Mrd.), Frankreich (- 64,2 Mrd.), Griechenland (- 33,2 Mrd.), Polen (- 22,3 Mrd.), Portugal (- 21,2 Mrd.) und Rumänien (- 21,0 Mrd.). Deutschland hingegen erwirtschaftete noch einen Überschuss von 168,2 Milliarden Euro und führt die EU damit an.


Dramatische Auswirkungen

Die weltweite Krise hat nun auch die europäische Realwirtschaft erreicht – mit dramatischen Auswirkungen: Das Wirtschaftsklima im Euro-Raum rutschte auf einen historischen Tiefstand, Rumänien steht de facto vor dem Bankrott, in Irland und Spanien verdoppelten sich die Insolvenzzahlen und der griechische Gesundheitsminister kann die Lieferanten der staatlichen Krankenhäuser nicht mehr bezahlen.

Auch Deutschland ist betroffen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, ist die Erzeugung im produzierenden Gewerbe im Dezember erneut deutlich eingebrochen: Sie sank um 4,6 Prozent. Im November war sie bereits um 3,7 Prozent zurückgegangen. Experten erwarten zudem für das laufende Jahr rund 35.000 Firmenpleiten.


Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner

Schon mahnt der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Tschechiens Premier Mirek Topolanek, das »Szenario von 1930« könne sich wiederholen.

Jetzt müsste Europa sich einig zeigen, weil die Verflechtung der Wirtschaft eine enge Zusammenarbeit zwingend notwendig macht, aber stattdessen ist die EU-Kommission zerstritten und schafft es nicht, gemeinsame Antworten auf die Krise zu finden und ein Desaster zu verhindern.

Das Motto »Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner« scheint aber nicht in das Bild einer harmonischen EU zu passen, die man dem Bürger bisher vorgegaukelt hat: erst in Krisenzeiten offenbart sich das wahre Gesicht des anderen.

Sonntag, 22.02.2009
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